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StuRa fördert barrierefreie Veranstaltungen

Von: Jule Böhm (13.04.2011, 16:11)

***Pressemitteilung***StudentInnenRat der Universität Leipzig stimmt für das neues Förderkriterium bei Veranstaltungen: Barrierefreiheit / Studierende mit Behinderung/chronischen Erkrankungen sollen stärker bei der Organisation von Veranstaltungen eine Rolle spielen /Barrierefreiheit stärker in den Fokus rücken

Leipzig, 13. April 2011. Bei der Förderung von Veranstaltungen durch den StudentInnenRat der Universität Leipzig (StuRa) wird ein neues Förderkriterium abgefragt: Barrierefreiheit. Dies hat der StuRa in seiner letzten Sitzung vom 12. April 2011 entschieden. Ziel ist es, die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung/chronischen Erkrankungen bei der Organisation von Veranstaltungen zu achten.

Barrierefreiheit definiert sich laut StuRa nach mehreren Punkten. Zum Einen müssen Informationen über die Gegebenheiten vorliegen und auf Veröffentlichungen wie Flyer, Plakate und Homepages angezeigt  werden. Gleichzeitig sollen natürlich so viele Barrieren wie möglich abgebaut werden. „Ziel ist es nicht, eine hundertprozentige Barrierefreiheit herzustellen. Dies ist aufgrund der Vielzahl an Beeinträchtigungen und den Möglichkeiten, diese zu beseitigen, zu umfassend.“ erklärt Freia Stöckel, Referentin für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik. Deshalb liegt der Schwerpunkt auf einer Beschäftigung mit der Thematik und im Bereitstellen von Angeboten. Menschen, welche  Schwierigkeiten beim Besuch einer Veranstaltung entgegen sehen, sollen eingeladen werden ihre Bedürfnisse anzumelden. Gemeinsam soll dann nach Lösungen gesucht werden. Eine Möglichkeit sind die neu entwickelten Patches des StuRa mit der Aufschrift „Diese Veranstaltung will barrierefrei gestaltet werden!“. Sie können beispielsweise auf Plakaten angebracht werden. VeranstalterInnen, die um eine Finanzierung durch den StuRa bitten, werden aufgefordert auf einem neu angefügten Merkblatt zu beschreiben, welche Relevanz Barrierefreiheit bei der Organisation hat und welche Konsequenzen daraus resultieren.

Die Studierendenschaft der Universität Leipzig, welche der StuRa vertritt, besteht auch aus Studierenden mit Behinderung/chronischen Erkrankungen. „Gemäß der Prämisse einer Hochschule für Alle und der geselllschaftlichen Teilhabe für alle, erscheint es als selbstverständlich sich verstärkt mit Barrierefreiheit zu beschäftigen.“, so Stöckel. Im Rahmen der Arbeit im Referat für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik wird zudem eine Broschüre zur barrierefreien Gestaltung von Veranstaltungen erscheinen. Im sich regelmäßig treffenden Arbeitskreis Barrierefreiheit sollen außerdem Aktionen zur Sensibilisierung der Studierenden bezüglich dieser Thematik entwickelt werden.

Bei Rückfragen stehen Ihnen Freia Stöckel und Björn Reichel, ReferentInnen des StudentInnenRates der Universität Leipzig, gerne zur Verfügung: rgl_at_stura.uni-leipzig.de, 0341/9737852.