Demo in Dresden
***Pressemitteilung***4000 Schüler_innen und Studierende demonstrieren in Dresden gegen die Bildungskürzungen in Sachsen / Sonderzug aus Leipzig fährt mit 700 Menschen zur Demo / Scharfe Kritik an der Kürzungspolitik der sächsischen Landesregierung
Leipzig, 11. Mai 2012. Am gestrigen Donnerstag fand in Dresden unter dem Titel „Die Tage länger, die Mittel kürzer!“ erneut eine Großdemonstration des LandesSchülerInnenRates (LSR) und der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) gegen die Bildungskürzungen der sächsischen Landesregierung statt. 700 Schüler_innen und Studierende aus Leipzig füllten einen für die Demonstration gemieteten Sonderzug nach Dresden. Vor Ort formierte sich ein Demonstrationszug mit 4000 Teilnehmer_innen und zog gemeinsam vor den Sächsischen Landtag, wo zu jenem Zeitpunkt über die Zukunft der Hochschulen und Schulen diskutiert wurde.
„Trotzdem die Landesregierung mittlerweile eingesehen hat, dass ihr Lieblingsargument für die Kürzungen, der demographische Wandel, nicht der Wahrheit entspricht, setzt sie weiterhin auf diese unverantwortliche Sparpolitik.“ so Björn Bloss, Sprecher des StudentenRates der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (StuRa HTWK). „Die Auswirkungen der Einsparungen werden schon jetzt in unserem Hochschul-Alltag deutlich. Tutorien fallen weg, Studierende sind in den Laboren nur mangelhaft ausgestattet, die Lehramtsausbildung grenzt an eine Katastrophe und unser Semesterbeitrag ist gestiegen, weil das Studentenwerk ebenfalls unter den Sparmaßnahmen leiden muss. Von wegfallenden Stellen an zahlreichen Fakultäten ganz zu schweigen.“ so Bloss weiter. „Sogar von Bundesseite wird mittlerweile Kritik an dieser irrsinnigen Politik geäußert. Unsere Bildung wird im wahrsten Sinne des Wortes kaputt gespart – und davon haben wir die Nase gestrichen voll. Wir verdienen eine gute Bildung mit ausgewogenen Betreuungsverhältnissen und genau dafür demonstrieren wir.“ ärgert sich auch Magdalena Protte, Referentin für Hochschulpolitik des StudentInnenRats der Universität Leipzig (StuRa UL).
Florian Sperber, ebenfalls Referent für Hochschulpolitik im StuRa UL und Sprecher der KSS zeigt sich mit dem Ablauf der Demonstration höchst zufrieden: „Wir waren viele, wir waren laut und wir haben ein deutliches Zeichen gegen das kurzsichtige Verhalten der Landesregierung und für eine ausfinanzierte Bildung in Sachsen gesetzt. Wir werden weiterhin daran arbeiten, dass die Konsequenzen aus dem vielfältigen Protest gezogen werden.“
Bereits im Jahre 2009 hatte die sächsische Landesregierung angekündigt, bis 2020 rund 1000 Stellen an den sächsischen Hochschulen zu streichen. Auch die Mittelzuweisungen für die Studentenwerke sind seit 2001 um mehr als die Hälfte gesunken. Seitdem finden sachsenweit immer wieder Studierendenproteste statt. Auch in den vergangenen Wochen hatten der StudentenRat der HTWK und der StuRa Uni Leipzig mit verschiedenen Aktionen auf die finanzielle Notlage der sächsischen Hochschulen hingewiesen.
Bei Rückfragen stehen Ihnen Magdalena Protte und Florian Sperber, ReferentInnen für Hochschulpolitik des StuRa, gerne zur Verfügung: hopo@stura.uni-leipzig.de oder 0341 / 97 37 871







