Themen - Hochschulpolitik - Akkreditierung
Mit der Umstrukturierung der Studiengänge wurde auch gleichzeitig ein System erfunden, dass dafür sorgen soll, dass Studiengänge studierbar sind und Mindeststandards eingehalten werden.
Das lässt sich unter dem Begriff "Akkreditierung" fassen. Hochschulen konzipieren Studiengänge, und Akkreditierungsagenturen sagen dann, ob dieses Konzept den Rahmenbedingungen entspricht.
Vieles, was von Studierenden gefordert wird, ist auch in den Richtlinien zu einer Akkreditierung enthalten. Beispiele dafür sind Prüfungsleistungen, Workloadhöhe oder transparente Vergabetechniken für die Zulassung zum Studiengang.
Wer dazu mehr lesen möchte: www.akkreditierungsrat.de
Was für dich selbst wichtig ist: du kannst an einer Akkreditierung mitwirken und auch dafür sorgen, wie an deiner Hochschule die Minimalstandards eingehalten werden.
Wie am besten, erfährst du, wenn du weiter liest, oder im StuRa vorbeikommst und mit den GeschäftsführerInnen quatscht.

Studierende im Akkreditierungsverfahren
Das Akkreditierungssystem wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Qualität von Studiengängen zu verbessern. Dies kann nur gelingen, wenn der Prozess auf allen Ebenen sowohl Lehrende als auch Lernende als gleichberechtigte Diskussionspartner einbezieht.
Niemand kennt die Probleme von Studiengängen besser als die Studierenden. Wer tatsächlich Schwachstellen offen legen will, kann durch die Beteiligung studentischer GutachterInnen und Gremienmitglieder nur gewinnen.
Der Studentische Akkreditierungspool
Im Jahr 2000 wurde in Leipzig der Studentische Akkreditierungspool gegründet. Er wird getragen vom freien zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs), den Bundesfachschaftentagungen (BuFa's), den Landeszusammenschlüssen der StudentInnenschaften (in Sachsen: Konferenz Sächsischer Studierendenschaften, KSS) sowie von politischen Studierendenverbänden.
Aufgaben des Studentischen Akkreditierungs-Pools
Zu den Aufgaben des Studentischen Pools gehört neben der Entsendung von studentischen GutachterInnen und Gremienmitgliedern die Qualifikation seiner Mitglieder. Die politische Vertretung der Studierendenschaften bleibt den Pooltragenden Organisationen vorbehalten.
Nächstes Schulungsseminar:
Zur Zeit gibt es keine aktuellen Termine. Alle kommenden Veranstaltungen des studentischen Pools erfahrt ihr hier.
Legitimation und Qualifikation: die Säulen des Pools
Ziel des Studentischen Akkreditierungspools ist die qualifizierte Vertretung von Studierenden in allen GutachterInnengruppen und Gremien des Akkreditierungssystems.
Eine demokratische Beteiligung von Studierenden beinhaltet, dass die Studierendenschaften selbst entscheiden, von wem sie vertreten werden wollen.
Dies setzt eine Selbstorganisation der Studierendenschaften voraus. Deshalb haben die studentischen Verbände gemeinsam den Studentischen Pool ins Leben gerufen.
Weil eine qualifizierte studentische Vertretung zu den zentralen Zielen des Pools gehört, bietet der Pool regelmäßig Schulungsseminare an.
Und so funktioniert's
Der fzs, die BuFaTa's sowie die Landeszusammenschlüsse entsenden Mitglieder in den Studentischen Akkreditierungspool.
Auf Anfrage einer Akkreditierungsagentur benennt der Studentische Pool GutachterInnen für das Akkreditierungsverfahren. Haben mehrere Poolmitglieder an einem konkreten Verfahren Interesse, entscheidet der Zufall.
Die Versammlung der pooltragenden Organisationen wählt einen Koordinierungsuasschuss (KASAP), der zwischen den Versammlungen die Außenvertretung des Pools wahrnimmt und über die Entsendung von Poolmitgliedern in die Gremien von Akkreditierungsagenturen bzw. in den Akkreditierungsrat entscheidet.
Quelle: Studentischer Akkreditierungspool (Imageflyer)
Akkreditierung an der Universität Leipzig
An der Universität Leipzig wurden die Bachelor und Masterstudiengänge durch die Agentur ZEvA akkreditiert. Dabei wurden die Studiengänge nicht einzeln, sondern in Bündeln, sog. "Clustern" akkreditiert. Für viele der Studiengänge wurden dabei Auflagen ausgesprochen, die erfüllt werden müssen, um die Akkreditierung als "Qualitätssiegel" der Studiengänge zu erhalten.









